Kul(tur) Kids

2016 gab es das Projekt Kultur-Kids. Was hat man sich darunter vorzustellen?

Projektidee

Bei diesem Projekt treffen sich Studierende (die Mentoren) regelmäßig wöchentlich für etwa zwei bis drei Stunden mit einem Schüler mit Migrationshintergrund (dem Mentee) und unternehmen ein Schuljahr lang gemeinsam geplante kulturelle oder soziale Aktivitäten. Die Möglichkeiten reichen dabei vom Besuch der Stadtbibliothek oder des Kindertheaters über einen Nachmittag im Schwimmbad bis zum gemeinsamen Stadtrundgang. Die Kinder werden von den Studierenden zuhause abgeholt und nach der geplanten Aktivität dort wieder abgeliefert. Die Kosten der Unternehmungen werden von Sponsoren und Spendern übernommen. Dabei können die DiDaZ-Studierenden theoretische Kenntnisse ihres Studiums in der Praxis erproben. Gleichzeitig wird ihnen der Zusammenhang von Migrationsforschung, Spracherwerbstheorien, interkultureller Pädagogik und Deutsch-als-Zweitsprache-Lernen deutlich.

Kooperation mit Eltern und Schulen

Der Kontakt und die Zusammenführung der Paare für das Mentoring-Projekt erfolgt über die beteiligten Klassenlehrerinnen der Kinder. In enger Absprache zwischen Studierenden und Klassenlehrkräften können sprachliche Schwierigkeiten der Schülerinnen und Schüler gezielt angegangen werden. Die Kooperation mit den Eltern soll über den vertrauten Raum „Schule“ geschehen, der auch mehrmals im Jahr Treffpunkt aller am Projekte beteiligten Partner (Schüler, Eltern, Lehrer und Uni-Dozenten) sein soll. Die Unterstützung des Vorhabens durch die Eltern, die damit aktiv die Sprachkompetenz ihres Kindes fördern können, soll die Einstellung (der Eltern und der Kinder) zu Gesellschaft und Bildungseinrichtungen nachhaltig positiv beeinflussen.

Projektziele

Alle Seiten profitieren von diesen Aktivitäten, lernen mit- und voneinander. Die Kinder sollen selbstbewusster und offener werden, sie sammeln neue Erfahrungen, lernen auf diese Weise Bamberg von einer ganz neuen Seite kennen, und werden, was auch durch den persönlichen Kontakt mit einem Mentor bzw. einer Mentorin gewährleistet ist, intensiv im Deutschen gefördert, und zwar nicht im unterrichtlichen, sondern außerschulischen Kontext.

Auch die Studierenden lernen viel für ihres späteres Arbeitsfeld: Sie sammeln wichtige neue Erfahrungen im Umgang mit Kindern nicht-deutscher Muttersprache, sie bekommen Einblicke in die Lebenswelt ihrer künftigen Schülerinnen und Schüler und können pädagogisches Handeln im interkulturellen Kontext erproben.

Das Schreiben eines gemeinsamen Tagebuchs soll, fachdidaktisch fundiert, die Schreibfähigkeit der Kinder fördern. Die Mentoren erfahren Schwierigkeiten und Grenzen der Schreibfähigkeit der Kinder, unterstützen sie individuell in den Bereichen der deutschen Sprache (Rechtschreibung, mündlicher und schriftlicher Sprachgebrauch, Grammatik und Lesen). Auch das (sprachliche) Selbstbewusstsein soll durch die wöchentliche Betreuung und Begleitung gestärkt und erweitert werden.

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19. 07. 2018
Ausflug der 2a,2b,2c

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